Besonderes

Buchkritik

Nur ein Mausklick bis zum Grauen
Beate Krafft-Schöning,
Rainer Richard

 

Neulich nahm ich mir das Buch „Nur ein Mausklick bis zum Grauen“ vor und musste feststellen, dass es mittlerweile nicht mehr möglich zu sein scheint, objektiv und sachlich zu berichten. Voreingenommen und aus persönlichen Konflikten herausgehende Meinungen geschickt so zu verpacken, dass es besonders besorgte Eltern abschreckt, eine „Kinder-Community“ zu besuchen, ist so ziemlich das letzte, was man hinter einem einigermaßen gut geschriebenem Artikel vermuten würde.

Abgesehen von der unsachlichen, realitätsfremden Rezession über www.Cyberzwerge.de ist vor allem angebracht zu erwähnen, dass das Buch jugendgefährdend ist. Im hinteren Teil des Buches befinden sich unzensierte Links zu Seiten mit pornografischen Inhalten und sogar Foren, in denen sich Teenager Freitod-Tipps geben – sehr erschreckend, da dort ein reger Austausch statt findet.

Natürlich denkt man als Erziehungsberechtigter nicht daran, dass das Kind solche Seiten nachschlagen könne. Nun, Kinder sind neugierig; was wäre, wenn eine psychisch unstabile 14-Jährige nichts ahnend das Buch aufschlägt und Seiten mit Selbstmordtipps auffindet? Wird sie das ganze einfach ignorieren – oder wird sie sich die Seite anschauen? Tatsächlich aufregend sind für Kinder doch wirklich gerade die Dinge, die gefährlich sind. Die Autoren setzen die Kinder genau dieser Gefahr aus.


Es ist erschreckend, wie fahrlässig dieses Buch zum Druck freigegeben wurde.

Hier stellt sich wohl dann die Frage: „Welches Grauen? Die Portale oder die unzensierte Nennung der Portal-URL’s in Ratgebern?!“

9.11.07 02:56, kommentieren